24 km in 24 Stunden geschwommen

Am 29./30. Juli fand das erste 24-Stunden-Schwimmen im Hattorfer Freibad statt. Von Freitag 19.00 Uhr bis Samstag 19.00 Uhr, rund um die Uhr, sogar die ganze Nacht, war das Bad geöffnet. In dieser Zeit galt es, so viele Meter wie möglich zu schwimmen. Man konnte auch mehrmals antreten, wobei alle insgesamt geschwommenen Meter zusammengezählt wurden. Es konnte als Einzelperson, Familie und als Mannschaft gestartet werden. 109 Schwimmer starteten und waren bald voll in ihrem Element. Sie alle hatten sich sicherlich insgeheim vorgenommen, mehr als üblich zu schwimmen, aber dass jeder dermaßen über sich hinauswachsen würde, hätte anfangs keiner von ihnen gedacht. So wurden aus den üblichen 1.000 schnell 2.000, 3.000, 5.000 und mehr Meter! Die Schiedsrichter am Beckenrand hatten das Gefühl, die Teilnehmer würden gar nicht mehr aus dem Wasser heraus kommen wollen. Bahn für Bahn wurde absolviert, ob mit Brust- oder Rückenschwimmen oder im Kraulstil. Gegenseitig animierten sich die Schwimmer und Schwimmerinnen zu immer mehr Metern. Selbst in der Nacht wurde per SMS an die Mannschaftskolleginnen das Startsignal zum erneuten wieder Eintauchen ins angenehm temperierte Nass gegeben. Die Schiedsrichter vom Förderverein Schwimmbad Hattorf e.V. hatten keine Langeweile. Das Schwimmbecken wurde trotz des kühlen Wetters zum ersten mal in der Geschichte durchgehend genutzt. Bis in die tiefe Nacht und auch morgens schon vor 5.00 Uhr sorgten die Schwimmwütigen sogar für Hochbetrieb. Insgesamt sind alle Teilnehmer zusammen über 486 km geschwommen.
Die Gewinnerin in der Einzelwertung ist Karin Klaproth mit sagenhaften geschwommenen 24 km! Für Karin war das gleichzeitig ein Jubiläumsschwimmen, denn sie hatte vor 25 Jahren schon mal an solch einem Wettbewerb gewonnen und Ihre damalige Leistung weit übetroffen. Martina Sommer mit 20,8 und Michael Barke mit 20,6 km folgten ihr. Die älteste Teilnehmerin war Marie Groß mit 1.400 m. Eine ganz besondere Leistung erbrachte Helmut Frisch: Er hat mit 77 Jahren 9.000 m, größtenteils im Rückenschwimmstil, absolviert. Die jüngste Teilnehmerin war Emma-Lene Grosse, die gerade ihr Seepferdchen bestanden hatte, punktete mit 150 m. Tolles Durchhaltevermögen hatten Nele Jasmin Böttcher und Svenja Walthes, beide 8 Jahre alt, bewiesen: Nele schwamm 6.200 m und Svenja 5.300 m.
In der Familienwertung siegten Adolf, Martina, Anika und Rica Sommer mit der Durchschnittskilometerzahl von 13,7 km, den zweiten Platz machten Toni und Maik Brust mit 9,5 km und den dritten Platz belegten Willi, Ellen und Michael Barke mit 9,2 km.
Riesenfreude kam bei den „Powerfrauen“ mit Birgit Bartz, Andrea Beuleke, Andrea Kahle, Katharina Kahle, Mechthild Krenzer und Sabine Masurat über Ihren Sieg mit geschwommenen 8,32 Durchschnittskilometern auf. In Hattorf herrscht wirklich Frauenpower, den zweiten Platz machten die „Kaulquappen“ , ebenfalls eine Frauenmannschaft, mit Sabina Beyer, Ute Berlin, Gitti Böttcher, Sabine Monjau, Ursula Schirmer, Margret Rübe und Susanne Stanitzek. Platz drei belegten die „Bleienten“ mit Petra, Conny, Luca und Lena Hoffmann, Editha Strüder, Jörg Böttcher und Britta Kirchhoff mit 5,9 km durchschnittlich.
Insgesamt gab es eigentlich nur Sieger, denn alle Schwimmer sind über sich hinausgewachsen und haben Ihren persönlichen Weitschwimmrekord gebrochen.

Fotos der Veranstaltung unter